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Der Sinn des Lebens
(oder die Zerstörung der Welt)

Mal unter uns, egal wie der Mensch auf diesen Planeten gekommen ist, meint ihr wirklich der Sinn unseres Lebens ist, diesen Planeten zu zerstören? Wir selber sehen uns ja gerne als Krönung der Schöpfung, die allen anderen Wesen überlegen ist. Was allerdings bedeutet, erst Recht Verantwortung zu übernehmen. Aber alles was dabei heraus kommt, ist, dass es diesem Planeten immer schlechter geht. Und Eines weiss ich sicher, die Zerstörung wird uns nicht gelingen, weil wir als Menschheit bereits vorher aussterben werden. Die Erde selber wird danach ein paar Jahrhunderte (oder Jahrtausenden - für sie spielt es ja nicht so eine grosse Rolle) aufatmen und ihre Selbsterhaltungs- und Reparaturmechanismen anwerfen. Bis sie irgendwann - in voller Blüte - weitermachen kann. So ist (oder war) die Menschheit für den Planeten eine Phase von vielen, die es zu ertragen und zu überstehen gilt.

Aber wir als Menschen sollten doch jetzt wirklich mal anfangen, uns unseres normalen Verstandes zu bedienen und um uns schauen. Ist das wirklich alles, was wir können? Ist es wirklich ein Fortschritt auf Techniken und Konstruktionen zu setzen, die künstlich hergestellt werden müssen und unterirdische Ressourcen brauchen, welche mit einen grossen Aufwand und einem erheblichen Eingriff in die natürliche Seinsform des Planeten verbunden sind? Ist nicht schon von Haus aus alles da, was wir wirklich brauchen und wir müssten uns einfach nur bedienen?
Brauchen wir wirklich alle den Aufwand und die Anstrengung, um einfach nur zufrieden leben zu können? Wo ist denn die logische Rechtfertigung für unseren komplizierten Alltag, unser komplexes Miteinander und unsere aufwendige Art unsere wahren Bedürfnisse zu befriedigen? Müssen wir wirklich den Umweg über all das Künstliche gehen, um das natürlich Notwendige und Schöne zu erreichen?

Es ist gerade die Zeit der Besinnung. Nutzen wir sie dafür und gehen all den Fragen des Lebens mal nach, die sich mit unseren Urbedürfnissen, Urwünschen und Urängsten auseinandersetzen. Dann filtern wir all das Künstlichen weg, das wir zu deren Beantwortung gelernt haben und blicken einfach nur in die Natur. Sie wird uns Antworten geben, die uns ins Staunen bringen. Es ist Zeit für einen Wandel und der beginnt in unserem Kopf. Ein klarer Blick ist nur möglich, wenn wir unseren Verstand entrümpelt haben und lernen zu erkennen, statt zu denken.
Wer jetzt immer noch hilflos ist, der kann mal die wunderbaren Erkenntnisse und Ergebnisse der Permakultur Bewegung als Inspiration nehmen. Das hilft raus aus der Starre der Ohnmacht und macht Mut.

Und dann, ... ja und dann, ...  dann setzen wir das Erkannte einfach um - eines nach dem anderen.

Mittwoch, 2. Dezemeber 2015

Sieglinde Lorz