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Mut in unsicheren Zeiten

Weiss ich heute was morgen ist? Es gab viele Jahre in meinem Leben, wo ich meinte, es zu wissen. Und das ging nicht nur mir so. Die Zukunft war vorhersehbar, schon fast vorgegeben. So oder so betrachtet, sie war sicher. Und doch kam es dann manchmal ganz anders. Doch wie ist es heute. Können wir heute noch von sicheren Zeiten sprechen? Ist das Leben noch vorhersehbar, noch lenkbar? Wenn ja, über welche Zeiträume betrachtet? Könne wir heute noch von sicheren Zeiten sprechen? Selbst wenn wir heute alle Nachrichten von fern und nah ausblenden, uns den eigenen Stress und die Belastung schön reden, oder uns mit unserem Wohlstand ablenken lassen von all dem, was die Vögel von den Dächern schreien, wir müssten irgendwann zugeben, die Zeiten sind unsicher. Spätestens dann, wenn wir unsere Kinder beraten müssen bei deren Berufswahl, haben wir ein Problem. Was sind die Berufe der Zukunft, wovon kann man in ein paar Jahren sicher leben, gut leben? Die Welt verändert sich in einen rasanten Tempo, obwohl sie uns vormacht, alles ist gut und wird immer besser. Krisen kommen und gehen, ohne dass sich in unserem unmittelbaren Leben etwas ändern muss. Wir können der Werbung folgen, die uns zu unserem nächsten Urlaubsparadies lockt. Und weiterhin die Welt erträumen, die wir sehen sehen möchten. Alles andere blenden wir aus, das regelt sich schon von selbst. Doch die unsichtbare Hand, die alles regelt, dirigiert uns nach ihrem Willen und manchmal macht sie uns blind, indem sie Sicherheit vortäuscht und manchmal Angst, indem sie uns mit Unsicherheit droht.
Doch wie umgehen mit dem, was ich spüre und nicht mehr (immer) unterdrücken kann und was mit dem, was andere mir zuflüstern oder laut zurufen? Wie erkenne ich die Wahrheit und finde meinen Weg darin, ohne unter der Zerrissenheit zu leiden, an der Ohnmacht zu verzweifeln, oder kraftlos zu resignieren?

Erstens müssen wir uns bewusst werden, dass alle Menschen auf dieser Erde gleich sind. Wir alle haben die gleichen Grundbedürfnisse, die gleichen Ängste, das gleiche Streben nach Frieden und nach Liebe. Wir alle hätten gerne Gewissheit über das, was kommt. Wir sind also nicht alleine, sondern sehr viele. Wir haben nur aktuell nicht alle die gleichen Rahmenbedingungen und Voraussetzungen damit umzugehen. Das alleine macht den Unterschied. Wir starten von unterschiedlichen Plätzen, haben unterschiedliche Voraussetzungen, doch wir haben das gleiche Ziel. Unser gemeinsames Projekt heisst: ein gemeinsames Leben auf dieser Erde. Dafür sind wir alle da.

Wie bewerkstelligen wir das nun am Besten unter diesen Voraussetzungen, unter diesen Ausgangsbedingungen?
Wir müssen Freude an unserem Projekt haben, Freude daran das Ziel zu erreichen - das gemeinsames Leben auf dieser Erde. Wenn wir von Freude und von gemeinsam sprechen, denken wir mal im Kleinen, was bedeutet das? Wir tun das, was allen dient und was alle unterstützt und fördert. Wir tun einiges ganz sicher nicht - gegen einander Kämpfen, über einander urteilen, einander misstrauen und uns gegenseitig übervorteilen.
Um Freude leben zu können, müssen wir Mut haben. Den Mut unsere Angst zu überwinden. Denke daran, Du bist nicht alleine. Wir sind viele. Wir können uns gegenseitig Mut machen und uns so in die Positiv-Spirale helfen. Dann tun wir das, was genau jetzt Sinn macht, damit wir unserem Ziel näher kommen. Wir müssen nicht den ganzen Weg kennen, die Lösung für alle Probleme und Hindernisse bereit haben, wir müssen uns lediglich öffnen für den nächsten Schritt und genau diesen umsetzen. Wir folgen dabei immer der Freude und tun das, was allen dient. Wir gehen den Weg des Herzens. Habe den Mut Ängste zu überwinden, die Wenn und Aber zu übergehen, oder beiseite zu schieben. Stärke Dich an Deinem Nächsten und stärke Deinen Nächsten. Sprich über das gemeinsame Ziel, die Freude und auch über die Ängste. Verbinde und verbünde Dich mit Deinem Umfeld. Suche erst die, die gleich denken und richtet euch gemeinsam positiv aus. Wenn ihr stabil genug seid, geht auf die zu, die wanken, die erkennen und noch Mut suchen. Nehmt sie auf in euer Feld und stärkt euch in einer gemeinsamen Energie. Es geht um Freude, es geht um das gemeinsame Projekt, das gemeinsame Ziel, um die Stärkung der Positiv-Spirale. Wir sind viele.
Sobald wir das positive Feld vergrössern, die Positiv-Inseln verbinden, wird diese Kraft wachsen und sich verbreiten. Wenn wir das negative Feld nicht mehr bedienen mit unseren Zweifeln, unseren Ängsten, unserer Wut, wird sich das Feld schwächen. Es wird energetisch unterernährt und ausgehungert. Es findet immer weniger Angriffspunkte, immer weniger Resonanzfelder, immer weniger Ankerpunkte, wo es sich festkrallen kann. Es wird langsam aber sicher vergehen.

Wenn ich von einem gemeinsamen Projekt spreche: das gemeinsame Leben auf dieser Erde, dann möchte ich hier ein Bild mitgeben, dass das o.g. stärkt.
Stell Dir vor die Erde mit all ihren Lebewesen ist ein Organismus, so wie z.B. Dein Körper. Menschen, Tiere, Pflanzen, Mikroorganismen, Elemente sind die Zellen dieses grossen Erdkörpers. Damit der Organismus gesund und heil leben kann, müssen alle Zellen diese Körpers miteinander kooperieren, jede seiner Rolle und Funktion entsprechend. Alles greift ineinander in den komplexen Prozessen des natürlichen Systems, dient dem anderen und dem grossen Ganzen (Erdorganismus), nährt und unterstützt sich gegenseitig. Dabei ist alles so ausgerichtet dass das Gleichgewicht - die Gesundheit - erhalten bleibt. Der Organismus, des Individuums Erde hat auch ein Immunsystem, das beim Angriff von Aussen (Universum) aktiv wird, doch auch dies sollte nur in Ausnahmefällen genutzt werden, denn auch Aussen ist Innen, wenn man davon ausgeht, dass auch die Erde nur eine Zelle des Organismus „Sonnensystem“ ist. Wenn also innerhalb des Organismus Erde, ein Ungleichgewicht (Krankheit/Kampf) entsteht ist der Prozess „Selbstheilung“ das geeignete Mittel (unterstützen und heilen der „kranken“ Zellen in Friede und Liebe) und nicht das Immunsystem als Kampfinstrument (in dem Fall Zerstörung) dagegen verwenden, denn das mündet in einer Selbstzerstörungs-Spirale. Krebs(kampf)zellen aushungern lassen und das Umfeld der gesunden Zellen stärken mit positiver Energie.

Also setzen wir auf (Selbst-)Heilung in Frieden und Liebe in unserem organischen Verbund, in unserem gemeinsamen Projekt „Leben auf dieser Erde“.

Mittwoch, 16. September 2015

Sieglinde Lorz