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Die American Academy of Family Physicians (AAFP) und ihr Ansatz bei erektiler Dysfunktion (ED)

Die American Academy of Family Physicians (AAFP) bietet einen umfassenden Ansatz zur Behandlung der erektilen Dysfunktion (ED), einer Erkrankung, die definiert ist als die anhaltende oder wiederkehrende Unfähigkeit eines Mannes, eine für sexuelle Aktivitäten ausreichende Peniserektion zu erreichen und/oder aufrechtzuerhalten. Diesem Ansatz liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ED durch eine Vielzahl von Faktoren verursacht werden kann, darunter auch zugrundeliegende medizinische Erkrankungen und Lebensgewohnheiten.

Diagnostische Bewertung von ED: Verwendung des Internationalen Index der Erektionsfähigkeit (IIEF)

Ein wichtiger Teil des AAFP-Ansatzes ist die diagnostische Bewertung der ED. Zu diesem Zweck wird der Internationale Index der erektilen Funktion (IIEF) verwendet. Dabei handelt es sich um ein validiertes Instrument zur Ermittlung behandlungsbedingter Reaktionen bei Patienten mit ED. Für eine wirksame Behandlung ist es von entscheidender Bedeutung, die Ursache der ED zu verstehen, weshalb eine Überprüfung der medizinischen und medikamentösen Vorgeschichte des Patienten unerlässlich ist.

Behandlungsmöglichkeiten für ED

Die Behandlung der ED erfordert einen multimodalen Ansatz. Die AAFP und ihr Prüfungsausschuss haben mehrere nicht-chirurgische Therapien für ED in Betracht gezogen. Dazu gehören Phosphodiesterase-Typ-5-Hemmer (PDE5), Alprostadil und eine Technik, die als "Stuffing" bekannt ist, wenn ein Mann nicht in der Lage ist, eine funktionelle Erektion zu bekommen.

Orale Medikamente wie Sildenafil (Viagra), Vardenafil (Levitra, Staxyn) und Tadalafil (Cialis) sind häufig die erste Wahl bei der Behandlung erektiler Dysfunktion. Bei den meisten Männern, die Schwierigkeiten haben, eine ausreichend feste Erektion für den Geschlechtsverkehr aufrechtzuerhalten, wirken diese Medikamente gut und verursachen nur wenige Nebenwirkungen.

Nicht-pharmakologische Behandlungen für ED

Neben oralen Medikamenten gehören auch etablierte nicht-pharmakologische Behandlungen wie Vakuum-Erektionshilfen, Penisprothesen oder Penisrevaskularisierung zum Behandlungsansatz der AAFP. Intrakavernöse Injektionen, wie z. B. Prostaglandin E (Alprostadil), gehören ebenfalls zu diesem Ansatz.

Vor kurzem wurde die Stoßwellentherapie als nichtinvasive Behandlung eingeführt. Dabei werden extrakorporale Stoßwellen auf den Penisschaft appliziert, die bei Patienten mit ED eine leichte bis mittlere Verbesserung bewirken.

Änderungen des Lebensstils zur Verbesserung der sexuellen Funktion

Die AAFP empfiehlt als Erstbehandlung die Verbesserung des allgemeinen Gesundheitszustands durch Änderungen der Lebensweise. Diese verbessern nicht nur die erektile Funktion, sondern verringern auch die kardiovaskulären Risiken. Der Verzicht auf das Rauchen, regelmäßige körperliche Betätigung, Gewichtsabnahme und eine bessere Kontrolle von Diabetes, Bluthochdruck und Hyperlipidämie sind empfohlene erste Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensführung.

Die Rolle der Behandlung von Grunderkrankungen bei der Behandlung von ED

Die Behandlung von Grunderkrankungen spielt eine wichtige Rolle bei der Behandlung von ED. So kann beispielsweise eine rezidivierende Blasenentzündung Dyspareunie verursachen, und die Behandlung dieser Erkrankung könnte die ED-Symptome möglicherweise lindern.

Patientenaufklärung über ED

Die AAFP legt großen Wert auf die Patientenaufklärung.

Die Patienten sollten über die verfügbaren Behandlungsmöglichkeiten für ED, die Risiken und Vorteile jeder Option und die möglichen Nebenwirkungen der Medikamente aufgeklärt werden. Das übergeordnete Ziel der Behandlung ist die Wiederherstellung der sexuellen Funktion, was ein gründliches Verständnis der Erkrankung und ihrer Behandlungsmöglichkeiten voraussetzt.

Die Notwendigkeit eines individualisierten Behandlungsansatzes

Schließlich unterstreicht die AAFP die Bedeutung einer individuellen Behandlung, die auf der Krankengeschichte, den Präferenzen und dem Ansprechen des Patienten auf die Behandlung beruht. Dieser "stufenweise Ansatz zur Behandlung der erektilen Dysfunktion" berücksichtigt die einzigartigen Bedürfnisse und Umstände jedes Patienten und ermöglicht eine persönlichere und potenziell wirksamere Behandlungsstrategie.