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Einführung in die gutartige Prostatahyperplasie (BPH) und erektile Dysfunktion (ED)

Die gutartige Prostatahyperplasie (BPH) ist eine häufige Erkrankung des alternden Mannes, die durch eine vergrößerte Prostata gekennzeichnet ist. Erektile Dysfunktion (ED) ist ein weiteres weit verbreitetes Problem bei Männern, das mit Schwierigkeiten beim Erreichen oder Aufrechterhalten einer Erektion einhergeht. Studien haben einen Zusammenhang zwischen BPH und ED gezeigt, was auf eine komplizierte Beziehung zwischen den beiden Erkrankungen hindeutet.

Häufige Symptome und Auswirkungen von BPH

Eine vergrößerte Prostata kann bei Männern sexuelle Probleme verursachen, z. B. das plötzliche Auftreten einer erektilen Dysfunktion (ED). Dies kann ein Anzeichen für Prostatakrebs sein und muss ärztlich behandelt werden. BPH und Prostatitis können direkte Ursachen für erektile Dysfunktion sein, während Prostatakrebs direkt oder indirekt durch eine geschwollene Prostata zu ED führen kann.

Wie sich BPH-Behandlungen auf ED auswirken können

a. Finasterid und Dutasterid

Finasterid und Dutasterid sind Medikamente, die bei der BPH-Behandlung zur Verkleinerung der Prostata eingesetzt werden. Diese Medikamente können jedoch bei einigen Patienten auch ED verursachen.

b. Alphablocker

Alphablocker sind eine weitere Klasse von Medikamenten, die bei der Behandlung von BPH zur Entspannung der Muskeln in Prostata und Blase eingesetzt werden. Auch diese Medikamente können bei manchen Patienten eine ED verursachen.

Prostatavolumen und Schweregrad der ED

Untersuchungen haben gezeigt, dass ein direkter Zusammenhang zwischen der Erektionsfähigkeit und der Größe der Prostata besteht, wobei eine positive Korrelation zwischen Erektionsstörungen und einem vergrößerten Prostatavolumen besteht. Dies deutet darauf hin, dass mit zunehmendem Prostatavolumen auch der Schweregrad der ED zunehmen kann.

Symptome des unteren Harntrakts (LUTS) und ihr Zusammenhang mit BPH und ED

Man geht davon aus, dass 70 % der Männer mit BPH an einer ED leiden. Männer mit schwerer BPH haben eine deutlich geringere Libido, größere Schwierigkeiten, eine Erektion zu bekommen, und eine geringere sexuelle Befriedigung als Männer mit leichteren Formen von BPH.

Unterschiedliche Erfahrungen mit BPH und ED bei Patienten

Der Zusammenhang zwischen BPH und ED ist nicht eindeutig, denn in einer Studie mit etwa 2000 Männern mit Prostatavergrößerung wurde festgestellt, dass die Ejakulationshäufigkeit keinen Einfluss auf die Prostatagröße hat, wenn man das Alter berücksichtigt. Dies deutet darauf hin, dass der Zusammenhang zwischen den beiden Erkrankungen möglicherweise komplexer ist als ursprünglich angenommen.

Zukünftige Forschung und das Verständnis der genauen Ätiologie von BPH und ED

Obwohl der kausale Zusammenhang zwischen BPH und ED noch nicht vollständig geklärt ist, können beide Erkrankungen manchmal gleichzeitig behandelt werden.

Die meisten Männer mit normaler Sexualfunktion, die wegen Prostatakrebs im Frühstadium behandelt werden, erlangen nach der robotergestützten Prostatektomie ihre Erektionsfähigkeit zurück und können ein befriedigendes Sexualleben führen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass es eine komplexe Beziehung zwischen BPH und ED gibt, wobei ein Zusammenhang zwischen der Prostatagröße und der erektilen Funktion besteht. Weitere Forschungen sind erforderlich, um die kausale Beziehung zwischen diesen beiden Erkrankungen vollständig zu verstehen und wirksamere Behandlungen zu entwickeln, die beide Probleme gleichzeitig angehen.